Werbebotschaften

Unterschwellige Werbung spielt in der Industrie eine wichtige Rolle – doch letztendlich nicht in der Werbeindustrie. Hauptsächlich betrifft dieses Thema den Verbraucher und vor allem auch die Medien. Wissenschaftlich gesehen, sind diese Strategien nicht mehr als Verschwörung. In zahlreichen Tests wurde bewiesen, dass diese Strategien beim Probanden keine Wirkung zeigten – egal wie effektiv sie eingesetzt werden.

Die unterschwelligen Botschaften werden in den Medien oftmals entschlüsselt. Gerade in den Boulevard-Medien lassen sich verschwörerische Botschaften sehr gut verkaufen. Beispielsweise auf der Fußsohle eines Plakates vor einigen Jahrzehnte das Emblem eines Autoherstellers zu sehen. In vielen Fällen lässt sich die Entwicklung dieser Werbetechnik auf einen Versuch eines Unternehmensberaters aus dem Jahr 1953 zurückführen. Dieser versuchte nämlich bei Filmvorführungen in einem Kino für den Bruchteil einer Sekunde das Logo eines Getränkeherstellers und eine Popcorntüte über die Leinwand flimmern zu lassen. Laut eigenen Angaben wuchsen die Umsätze des Kinos in diesen Bereichen innerhalb kurzer Zeit deutlich an.

Daraufhin wurde diese Form der Werbung in vielen Industrienationen sofort verboten. In den USA wurde nie ein solches Gesetz verabschiedet. Doch letztendlich war es wohl diese Hektik die dafür sorgte, dass sich gewisse Verschwörungstheorien zu diesem Thema bildeten. Menschen reagieren empfindlich auf Dinge, die von der Gesetzgebung schnell verboten werden sollen. Dies liegt in erster Linie an der Faszination der Menschen mit den Dingen, die verboten sind. In der Folgezeit konnten sich zahlreiche Verschwörungstheorien bilden. Zahlreiche Konsumenten konnten auf einmal in Zigarettenwerbungen Kamele entdecken und wie schon erwähnt, wurden auf der Sohle von Turnschuhen das eine oder andere Eblem eines Autoherstellers entdeckt (Quelle: Werbeagentur).

Die Medien taten ihr Übriges um diesen Verschwörungstheorien neue Nahrung zu geben und veröffentlichen viele andere angebliche Fälle, die diese Thesen stützen sollten. Doch letztendlich lösten sich viele dieser Theorien im Laufe der letzten 30 Jahren in Nichts auf. Die Wissenschaft hat gezeigt: Hier sind keine Hexen am Werk, der Konsument kann sich beruhigt zurücklehnen, denn so groß ist der Einfluss der Werbeindustrie auch wieder nicht.

Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Studien veröffentlicht, die die Wirkungskraft solcher Kampagnen entkräfteten. In hunderten wissenschaftlichen Arbeiten konnte kein schlagender Beweis für die Wirksamkeit unterschwelliger Werbung erreicht werden. Darüber hinaus outeten sich viele Designer und gaben zu, dass sie immer mal wieder eigene Bilder in ihren Kreationen verarbeiten – entweder als Scherz oder als Markenzeichen. Schließlich gab der Unternehmensberater aus den USA im Jahre 1984 zu, dass alle Behauptungen aus den 1950er Jahre nur erfunden waren. Ziel war es wohl, ein neues Geschäftsfeld künstlich zu kreieren und mehr Umsatz mit dieser Methode zu machen. Es gibt also weder aus den 1950er Jahren noch heute einen Beweis dafür, dass diese Technik funktioniert oder regelmäßig angewendet wird.

Insgesamt kann also gesagt werden, dass sich unterschwellige Werbung nicht als Verschwörung sondern in erster Linie als Erfindung und Hype herausgestellt hat. Die meisten Werbeagenturen pflegen jedoch ihr Image von einer undurchsichtigen Firma, einer Industrie, die den Konsumenten zu jeder Zeit an jedem Ort beeinflussen kann.